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Millionenschaden bei Brand einer Kfz-Werkstatt in der Schleussnerstraße

03.05.2026

Um 15.37 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg (FFNI) zum Brand einer Kfz-Werkstatt in der Schleussnerstraße im „Gewerbegebiet Süd“ in Neu-Isenburg alarmiert. Mehrere Anwohner hatten das Feuer über den Notruf 112 gemeldet, bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle war eine schwarze Rauchsäule weithin sichtbar.

Aufgrund der vorgefundenen Lage wurden weitere Feuerwehren aus der Umgebung zur Brandbekämpfung gerufen. Einsätze dieser Art sind erfahrungsgemäß personalintensiv, da die Feuerwehrleute nur unter großem körperlichen Einsatz und unter Umluft-unabhängigem Atemschutz löschen können.

Neben der FFNI waren Helfer aus Frankfurt am Main, Dreieich, Seligenstadt, Egelsbach, Mainhausen und Hainburg vor Ort. Kollegen aus Heusenstamm stellten auf der Feuerwache in der Sankt-Florian-Straße den so genannten „Grundschutz“ sicher, falls es parallel zu weiteren Einsätzen im Stadtgebiet Neu-Isenburg gekommen wäre.

In der betroffenen Werkstatt waren unter anderem Reifen in Flammen aufgegangen, was die Brandausbreitung begünstigt haben dürfte. Zwischenzeitlich hatten auch Teile des Daches Feuer gefangen. Nach Eintreffen der ersten Helfer am Objekt, wurde unter anderem eine Brandbekämpfung über zwei Drehleitern eingeleitet.

Kurz nachdem das Feuer ausgebrochen war, hatte ein zufällig anwesender Feuerwehrmann einen Anwohner in Sicherheit bringen können, der vor Ort Löschversuche unternommen hatte.

Im Laufe des Einsatzes waren insgesamt acht Menschen vom Rettungsdienst untersucht worden – drei Anwohner und fünf Feuerwehrleute. Unter anderem war unklar, ob sie im Laufe des Geschehens möglicherweise zu viel giftigen Brandrauch eingeatmet hatten, einige von ihnen litten unter Kreislaufproblemen. Ins Krankenhaus musste aber niemand. Außerdem konnte ein Wellensittich aus dem Gebäude gerettet werden.

Das Feuer ist mittlerweile gelöscht, die Aufräumarbeiten wurden beendet. Zwischenzeitlich wurden im Stadtgebiet Messungen durchgeführt, um eventuelle Auswirkungen des Brandrauchs für die Bevölkerung frühzeitig einschätzen zu können. Die Messungen ergaben keine Anzeichen für eine Gefährdung. Eine anfängliche Warnung der Bevölkerung aufgrund der Rauchentwicklung wurde daraufhin aufgehoben. Aufgrund des Richtung Norden ziehenden Brandrauchs zu Beginn des Einsatzes war auch der Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen kurzzeitig beeinträchtigt.

Im Einsatz waren rund 80 Feuerwehrleute, 14 Mitarbeiter des Rettungsdienstes, 15 Kollegen des Betreuungszugs vom Deutschen Roten Kreuz und 12 Einsatzkräfte der Landespolizei.

Die Höhe des entstandenen Schadens schätzt die Polizei auf mehr als eine Million Euro. Nach Abschluss der Löscharbeiten haben Spezialisten der Kriminalpolizei mit Untersuchungen zur Brandursache begonnen. Hinweise nehmen die Beamten unter der Rufnummer 069 8098-1234 entgegen.