Oldtimer bei der Feuerwehr Neu-Isenburg

Neben dem alltäglichen Feuerwehrgeschäft bemühen sich einige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg darum, auch historische Feuerwehrfahrzeuge zu erhalten und der Öffentlichkeit bei den verschiedensten Gelegenheiten zu präsentieren.

Museumsfest beim Deutschen Feuerwehrmuseum in FuldaEin Löschgruppenfahrzeug und eine Drehleiter wurden nach der Ausserdienststellung nicht abgegeben, sondern als Feuerwehrveteranen aufgehoben. Das Löschgruppenfahrzeug, ein LF 16 von der Firma Magirus Deutz wurde 1960 gebaut und begann 1961 seinen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg. Im Jahre 1984 wurde das LF 16 außer Dienst gestellt und stand anschließend als Reserve-Fahrzeug und Ausbildungsfahrzeug für die Jugendfeuerwehr zur Verfügung. Im Jahr 1991 wurde das Fahrzeug wegen eines technischen Defektes an der Pumpe dann endgültig aus dem aktiven Dienst genommen. Die Drehleiter stammt aus dem Jahr 1963 und wurde im selben Jahr in Neu-Isenburg in Dienst gestellt. Das Fahrzeug versah bis Juli 1997 seinen stetigen Einsatzdienst und wurde zu diesem Zeitpunkt durch eine neue, moderne Drehleiter mit Korb ersetzt.

Historische Übung beim Hessischen Landesfeuerwehrtag in FriedrichsdorfNicht ohne Grund sind es zwei Fahrzeuge der Firma Magirus, die als Oldtimer erhalten werden. Beginnend mit der Anschaffung einer CO2-betriebenen Drehleiter im Jahre 1919, bis in die Mitte der Achtziger Jahre, prägten Fahrzeuge der Firma Magirus das Bild der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg. Bis auf zwei Ausnahmen, sind alle bis heute außer Dienst gestellte Fahrzeuge des Typs Magirus noch erhalten. Zwei Fahrzeuge sind in Museen untergebracht, ein Fahrzeug schmückt den Eingangsbereich des heutigen Feuerwehrhauses und natürlich die beiden bereits genannten Fahrzeuge.

Seit 1986 nimmt die Feuerwehr Neu-Isenburg regelmäßig an regionalen, überregionalen, nationalen und internationalen Feuerwehr-Oldtimer-Treffen teil.

Im Jahr 1993 konnte der technische Defekt an der Pumpe des Löschfahrzeuges wieder behoben werden. Das Fahrzeug wurde technisch überholt und neu lackiert. Für diese Restaurierung leisteten einige Kollegen unzählige Stunden ihrer Freizeit um das Fahrzeug wieder in einen optisch einwandfreien Zustand zu bringen. Lohn für die Arbeit war unter anderem der erste Platz bei einer Oldtimer-Prämierung während einer Ausstellung in Schöneck.

Gerade die für Neu-Isenburg typische Fahrzeuglackierung (rot-weiß) sorgt bei Ausstellungen für ein besonderes Augenmerk bei den Besuchern. Wegen der Auffälligkeit werden die Fahrzeuge von den Kennern der Feuerwehrfahrzeugszene sofort erkannt. Alte Bekanntschaften werden wieder aufgefrischt und neue Kontakte geknüpft.

Beim Hessischen Landesfeuerwehrtag in Friedrichsdorf konnte die Feuerwehr Neu-Isenburg mit einer Teilnahme an einer historischen Übung unter Beweis stellen, dass alte Feuerwehrautos nicht unbedingt zum alten Eisen gehören müssen.

Ausstellung historischer Fahrzeuge anlässlich der Feierlichkeiten bei der Feuerwehr DarmstadtBei den Jubiläumsveranstaltungen der Feuerwehr Ulm im Jahr 1998 konnten die Fahrzeuge wieder an ihre Geburtsstätte zurückgeführt werden, denn in Ulm ist seit 1875 der Hauptsitz der Firma Magirus, dem Hersteller der beiden Oldtimer der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg. Nach einer Fahrzeugausstellung folgte ein imposanter Fahrzeugkonvoi, der sein Ende vor dem Ulmer Münster fand, dessen Kontur und in Verbindung mit dem Magirus „M“, das Firmenzeichen darstellt. Dieses Symbol findet sich auf dem Kühlergrill dieser Fahrzeuge wieder. Mit großem Applaus wurden die dort anfahrenden Fahrzeuge von den zahlreichen Gästen begeistert begrüßt. Für die Teilnehmer war es schon ein besonderes Erlebnis, so bejubelt zu werden.

Auch im Jubiläumsjahr ist man wieder unterwegs. Bereits zum fünften Mal findet am Wochenende nach Christi Himmelfahrt ein Feuerwehr-Veteranen-Treffen in Dibbersen bei Hamburg statt. Dort werden über 50 Feuerwehr-Oldies dem breiten Fachpublikum und der Bevölkerung vorgestellt und auch bei besonderen Vorführungen demonstriert.

Natürlich ist ein solcher Erhalt der Fahrzeuge nicht ohne finanzielle Unterstützung und technischem Beistand möglich. All denjenigen, die hierzu ihren Beitrag geleistet haben, oder immer noch leisten, gilt der besondere Dank.

Brandschutzerziehung

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