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1975 - 2000
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Zu dieser Zeit platzte das Feuerwehrhaus in der Offenbacher Straße endgültig aus allen Nähten. Einige Fahrzeuge mussten sogar im Freien abgestellt werden, da in den Fahrzeughallen nicht mehr genug Platz war.
Neu war zum damaligen Zeitpunkt die Einführung der EDV für
Verwaltung und Einsatzbearbeitung. So liefert zum Beispiel auch heute
noch eine Datenbank via Bildschirm und Drucker in Sekundenschnelle wichtige
Informationen über Gefahrstoffe und Unternehmen, die vorher mühsam
aus dicken Nachschlagewerken zusammengesucht werden mussten. Der Rechner
dient weiterhin zum Auswerten der Kurzmitteilungen des Funkmeldesystems,
einer Einrichtung, die standardisierte Funksprüche durch einen Code
ersetzt und so den Funkkanal entlastet. Trotz der schlechten finanziellen Lage in den achtziger Jahren, konnte der Stand von Technik und Ausbildung stetig verbessert und den Bedürfnissen angepasst werden. Beispielsweise wurden überalterte Fahrzeuge durch Neubeschaffungen
ersetzt. 1987 trat die erste Frau in die Einsatzabteilung der Feuerwehr ein, und
auch aus der Jugendfeuerwehr werden zwei Mädchen übernommen. Die Einführung einer neuen Generation der Einsatzbekleidung begann
1990. Die Feuerwehr wurde komplett mit Einsatzjacken aus Nomex-III-Kunstfaser,
einem besonders flammhemmenden, wärmeundurchlässigen und auch
bedingt säurebeständigen Material ausgestattet. Überhosen,
Handschuhe und Kopfschutzhauben wurden später noch angeschafft. Wie richtig dieser Schritt war, zeigte sich ein paar Jahre später
in Marburg: Zwei Kameraden der dortigen Wehr erlitten bei einem Brand
in einem Sport-Center schwerste Brandverletzungen, die mit Einsatzbekleidung
aus Nomex vermeidbar gewesen wären. Erst aufgrund dieses Unglücks
wurden in Hessen alle Feuerwehren mit einer Grundausstattung dieser neuen
Uniformen ausgerüstet. Die Einsatzzahlen pendelten sich in den letzten Jahren bei etwa 400 bis
450 Stück ein. Eine Zahl, die noch vor 25 Jahren undenkbar erschien. Bei den Einsätzen handelt es sich jedoch um immer mehr Hilfeleistungen,
die Zahl der Feuer ist rückläufig. Wird die Feuerwehr allerdings
zu einem Feuer gerufen, so handelt es sich nicht selten um ein Großfeuer.
Oft ist die Neu-Isenburger Wehr hier auch in den Nachbargemeinden im Einsatz. Der Kauf von Fahrzeugen beschränkte sich in den letzten Jahren auf
Ersatz- und Neubeschaffungen infolge veränderter Einsatzschwerpunkte:
1993 ersetzte der neue RWG 2 gleich drei alte Fahrzeuge. Für Hilfeleistungen
und Gefahrguteinsätze war damit alles auf einem Fahrzeug untergebracht. 1998 ersetzte eine neue DLK 23/12 die alte DL 30 von 1963. Sie war immerhin 35 Jahre im Dienst der Feuerwehr, und sie bleibt zusammen mit dem LF 16 von 1961 als historisches Fahrzeug erhalten. |
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