1950 - 1975
Ein neues Zeitalter bricht an

Fahrzeugbestand im Jahre 1958 - rechts die beiden bis Ende 1961 betriebenen KrankentransportwagenDa das Feuerwehrhaus zu dieser Zeit bereits aus allen Nähten platzte, wurde 1968 eine neue Fahrzeughalle gebaut. Sie bot Platz für fünf Fahrzeuge und entspannte die Platzsituation erst einmal.

1970 stellte Georg Leichter auch sein Amt als Ortsbrandmeister zur Verfügung. Er wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde verabschiedet und zum Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg ernannt.

Nachfolger als Ortsbrandmeister wurde sein bisheriger Stellvertreter Willi Staub, der die Modernisierung konsequent fortsetzte.

1971 führte man erstmals einen "Tag der offenen Tür" durch, um der Bevölkerung Gelegenheit zu geben, sich über die Arbeit der Feuerwehr zu informieren. Aufgrund des großen Zuspruchs entwickelte sich der Tag der offenen Tür zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens.

Nachdem bereits gegen Ende der sechziger Jahre die Fahrzeuge mit Funkgeräten zur Kommunikation mit der Zentrale im Feuerwehrhaus ausgerüstet worden waren, stellte man zu Beginn der siebziger Jahre auch die Alarmierung der Einsatzkräfte auf Funkmeldeempfänger um. Im Gegensatz zu den heute üblichen Geräten im Handy-Format waren es damals noch rechte „Kofferradios“, die zum Einsatz riefen.

Willi Staub - Ortsbrandmeister von 1970 bis 1975Zu dieser Zeit wurde auch die, in etwas modernisierter Form auch heute noch verwendete, Rot-Weiße Lackierung eingeführt, um die Fahrzeuge im immer dichter werdenden Straßenverkehr besser kenntlich zu machen.

Die Zahl der Einsätze stieg zu dieser Zeit sprunghaft an. 1972 rückte man zu 142 Einsätzen aus, 1973 waren es bereits 185.

Immer schwierigere Probleme mussten gelöst werden, immer vielschichtigere Aufgaben kamen auf die Feuerwehrmänner zu. Aus diesem Grund tat man alles, um seine Ausbildung stets dem neuesten technischen Stand anzupassen.

Da sich jedoch auch eine Verlagerung der Art der Einsätze weg vom klassischen Brandeinsatz, hin zur Technischen Hilfeleistung abzeichnete, musste man auch hier mit der Zeit gehen: Im Juni 1973 wurde ein Gerätewagen in Dienst gestellt, den siebzehn Mitglieder der Feuerwehr in unzähligen Arbeitsstunden aus einem alten Tanklöschfahrzeug umgebaut hatten. Er besaß erstmals hydraulische Rettungsgeräte, wie sie überwiegend bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen. Somit war die Wehr auch für Hilfeleistungen gut gerüstet. Diese Eigenhilfe sparte der Stadt und ihren Bürgern rund 200.000 Mark an Steuergeldern.

Am 11. August 1974 ehrte die Isenburger Feuerwehr ihren Ehrenkommandanten Georg Leichter für ein auch heute noch seltenes Jubiläum. Genau sechzig Jahre gehörte er an diesem Tag der Freiwilligen Feuerwehr an. Er hatte praktisch sein ganzes Leben den Idealen des Brandschutzes gewidmet.

Aus diesem Anlass wurde im Wald eine Schutzhütte mit dem Namen "Georg-Leichter-Hütte" errichtet.

Teil 12: Nachkriegszeit und WirtschaftswunderTeil 14: Ein grosses Jubiläum mit einer neuen Führung

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