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1950 - 1975
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Mit Beginn der fünfziger Jahre jedoch waren die Schwierigkeiten
weitgehend überwunden und man begann auch wieder rege Vereinstätigkeiten. In dieser Zeit gab es sogar eine zweite Feuerwache, die 1947 in der Zeppelinstraße
von Amerikanern eingerichtet worden war, die große Teile des Westends
besetzt hielten. Die Freiwillige Feuerwehr wurde von den Amerikanern oft zur Hilfe gerufen,
wobei man trotz Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Einsatztaktik
recht gut zusammenarbeitete. Man war froh, den anderen zur Hilfe rufen zu können, wenn dies nötig
war. Mit der Räumung der besetzten Häuser endete aber auch diese
Episode. Während der Wirtschaftswunderzeit ging es dann wieder vor allem
technisch bergauf. Neue Fahrzeuge und Geräte wurden beschafft, und
die Weckerlinien wurden weiter ausgebaut. Georg Leichter, der 1958 sein 25-jähriges Jubiläum als Ortsbrandmeister und Kreisbrandmeister feierte, war stets darauf bedacht, den besten Stand bei Ausrüstung und Ausbildung zu halten. Bei den ständig steigenden Einsatzzahlen, bei wachsender Bevölkerung und Industrie war dies auch dringend nötig, wollte man auf alle Fälle vorbereitet sein. 1961 gab die Wehr den bis dahin mit zwei Fahrzeugen durchgeführten
Krankentransport an das Deutsche Rote Kreuz ab. Um den Nachwuchs für die Feuerwehr zu interessieren, wurde mit Beginn
der sechziger Jahre eine Jugendgruppe ins Leben gerufen, der Vorläufer
der heutigen Jugendfeuerwehr. Durch die zunehmende Industrie musste man seine Einsatzkraft auch bei
Großfeuern unter Beweis stellen. So war ein Feuer im Papierlager
einer Großdruckerei in der Rathenaustraße zu bekämpfen.
Der Einsatz dauerte drei Tage, da die Papierballen zum Ablöschen
erst auseinandergezogen werden mussten. Der Schaden: rund 1,2 Millionen
Mark. Auch ein Feuer im Möbellager der Küchenfabrik Köhler
auf dem Gelände des heutigen Isenburg-Zentrums verursachte hohen
Sachschaden. 1968 trat Georg Leichter nach 35-jähriger Tätigkeit von seinem
Amt als Kreisbrandinspektor zurück. Im Rahmen der Abschiedsfeier
wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. |
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