1925 - 1950
Es ging wieder Bergauf

1925 wurde zu einem guten Jahr für die Feuerwehr. Ortsbrandmeister Karl Nuß wurde am 1. Januar zum Kreisbrandinspektor bestellt. Im Juli feierten die Männer das 50-jähriges Bestehen mit dem 18. Hessischen Provinzialfeuerwehrtag.

Der Stand der technischen Ausrüstung zu diesem Zeitpunkt war für eine Stadt von der Größe Neu-Isenburgs ausgezeichnet: Eine mechanische Vierradleiter mit 25 Meter Steighöhe, eine Zweiradleiter mit zwölf Meter Steighöhe, zwei Saug- und Druckspritzen sowie ein Mannschaftswagen standen zur Verfügung. Alle Fahrzeuge wurden damals noch mit Pferden bespannt. Diese mussten im Einsatzfall von Fuhrunternehmen, die es ja in der Stadt zahlreich gab, zur Verfügung gestellt werden.

Personell sah man ebenfalls recht gut aus: Insgesamt 83 aktive Feuerwehrmänner garantieren der Stadt den größtmöglichen Brandschutz.

Eine im Jubiläumsjahr durchgeführte Straßensammlung ergab den stolzen Betrag von rund 5.000 Mark, die man zum Kauf einer Automobilspritze verwenden wollte. Bis Jahresende kamen noch einige Mark hinzu, so dass man sich noch die Anschaffung von 630 Metern Schlauch sowie zwanzig Kupplungen leisten konnte.

Leider mußte man in diesem außergewöhnlichen Jahr auch einen schwarzen Tag für ganz Neu-Isenburg verzeichnen: der 12. Dezember 1925, von dem noch heute ein Ehrenmal auf dem alten Friedhof kündet.Feuerwehrhauses in der Offenbacher Straße

Bei einer Explosion in der Kunstfeuerwerkerei Sturm kamen sechs Menschen ums Leben. Die Feuerwehr hatte neben der Rettung der Verletzten auch die Bergung der Toten zu bewältigen und die Aufräumungsarbeiten durchzuführen.

Fast ein Jahr später hatte man am 7. November 1926 allen Grund zur Freude. In der Offenbacher Straße 35 legte man den Grundstein für ein neues Feuerwehrhaus, das heutige Haus der Vereine.


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