1900 - 1925
Unruhige Jahre - Währungsreform

1920 traf man mit dem Musikverein der Stadt eine Vereinbarung, nach der sich die Musiker fortan "Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr" nennen dürfen. Diese Kapelle hatte sich bereits zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr zusammengefunden, sich jedoch wieder wegen unterschiedlichen Interessen getrennt. Kurze Zeit später fand man aber dann doch erneut zusammen.
Für die heute lächerlich erscheinende finanzielle Unterstützung von hundert Mark pro Jahr verpflichtete sich diese Kapelle, fünfmal für die Feuerwehr zu musizieren.

1921 gründete die Wehr im Verlauf der Jahreshauptversammlung einen Fond für im Dienst verunglückte Feuerwehrkameraden. Als finanzielle Basis wurde dieser Unterstützungskasse der stolze Betrag von 1.783 Mark zur Verfügung gestellt.

1922/23 machte allerdings die rasch um sich greifende Inflation der Isenburger Feuerwehr einen Strich durch sämtliche Bemühungen, die Finanzen solide zu gestalten. Die von den Mitgliedern zu entrichteten Beitragszahlungen erreichten 14(!)-stellige Zahlen, um am nächsten Tag nur noch die Hälfte wert zu sein. Der Kassierer war um seinen Posten nicht zu beneiden.Gruppenfoto vor der Goetheschule (heutige Brüder-Grimm-Schule) aus dem Jahre 1925

So richtig haarig wurde die Situation dann 1924, als die Wehr faktisch pleite war. Erst nach der Währungsreform war wieder an die Beschaffung von Geld zu denken. Um einen neuen finanziellen Grundstock zu erhalten, führte man verschiedene Veranstaltungen durch.

Trotz aller Schwierigkeiten verbesserte man den Brandschutz immer weiter. So wurden mit der zunehmenden Verbreitung der Elektrizität vor allem die Alarmierungsmöglichkeiten ausgebaut. Man versah die Feuermeldestellen mit elektrischen Alarmglocken und - für die Nachtzeit - mit roten Lampen.

Bereits vorher hatte man vier Alarmhupen angeschafft und einige Vereinbarungen getroffen: Die Kirchenglocken in der Stadt läuteten bei größeren Bränden Sturm und die Werkssirene der Lederfabrik (heutiges Gelände des Güterbahnhofs), damals einer der größten Arbeitgeber, heulte los.

Teil 5: Der erste WeltkriegTeil 7: Es ging wieder Bergauf

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