1875 - 1900
Das erste Feuerwehrhaus

In den folgenden Jahren hielt man regelmäßig Ausbildungsdienste ab und demonstrierte hin und wieder der Bevölkerung seine Leistungsfähigkeit. Daneben entwickelte man auch als Verein rege Aktivitäten im gesellschaftlichen Bereich, nicht zuletzt um durch Einnahmen bei solchen Veranstaltungen Geld in die Vereinskasse zu bringen. In diese Zeit fielen auch bereits einige Großfeuer, zum Beispiel bei der Metzgerei Luft in der Kronengasse oder auf dem Hofgut Gravenbruch, bei denen sich die junge Wehr bewähren musste. Man bekam sogar die ersten „Fremdaufträge“, wenn man nämlich von den Nachbargemeinden zu Hilfe gerufen wurde.

1880 war die alte Pumpspritze so weit verschlissen, dass man beschloss, eine neue anzuschaffen. Ein Jahr später wurde sie von der Gemeinde gekauft und an die Wehr übergeben.

Im Jahre 1885 legte der erste Ortsbrandmeister, Philipp Ludwig Altstadt, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder; er starb 1886.

Das erste „Spritzenhaus“ in der Schulgasse von 18891888 fand der „siebte Provinzialfeuerwehrtag“ unter großer Beteiligung auswärtiger Wehren in der Hugenottenstadt statt. Im gleichen Jahr wurde nach jahrelangem Ringen der Bau eines neuen Feuerwehrhauses vom Gemeinderat gebilligt. Dieses konnte man am 25. August 1889 einweihen. Es stand auf dem Gelände des heutigen „Alten Stadthauses“ an der Schulgasse. Gleichzeitig wurde eine neue, freistehende Leiter in Dienst genommen, die aus dem Erlös einer Straßensammlung gekauft werden konnte.

In den Jahren bis zur Jahrhundertwende entwickelte sich die Isenburger Wehr mit den wachsenden Aufgaben immer weiter. Man bewältigte zahlreiche Einsätze bei Bränden kleineren und größeren Ausmaßes. Andere Aufgaben hatte die Feuerwehr damals noch nicht, wobei man selbst diese immer noch mit den einfachsten technischen Geräten bewältigen musste.

Teil 2: Die GründungTeil 4: Karl Nuss

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