Dibbersen 2002

Ein Bericht von Sebastian Morawe, Fotos von Olaf Columbus.

Gruppenfoto mit FahrzeugenWie alle zwei Jahre, schon beinahe Tradition, hat sich auch diesmal eine Gruppe interessierter Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg gefunden und nach Dibbersen bei Hamburg zum diesjährigen Feuerwehr-Fahrzeug-Veteranen-Treffen aufgemacht.

Die Oldies aus Neu-Isenburg waren diesmal natürlich das Magirus Rundhauber LF16 (BJ 1960) und das noch bis Ende des Jahres im Dienst befindliche TLF 24/50 (BJ 1977). Auf Grund der grossen Teilnehmerzahl von 16 Personen, wurden diesmal noch zwei MTFs, der 1/19 und der 3/19 benötigt.

Die Reise begann pünktlich um 6 Uhr am Morgen des 23.05.2002. Bei freundlichem und zum Glück nicht allzu warmen Wetter kam man zügig und ohne Probleme etwa zehn Stunden später in Dibbersen im Gästehaus Ulmenhof an.

Hastig wurden die Zimmer vergeben, einige hatten schon aus den vorigen Jahren "ihre" Zimmer, was aber genau genommen nicht von Bedeutung war, da alle Zimmer sehr gemütlich und gastfreundlich sind. Nach einem kurzem "chill out" ging es dann gemeinsam in ein jugoslawisches Restaurant. Anschliessend fuhr ein Teil nach Hamburg und der andere liess den Abend in einem Eiscafe ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es schon ab 8 Uhr mit einem reichhaltigen Frühstück im Gästehaus los, denn um 9:30 Uhr war schon eine Besichtigung des Feuerlöschbootes der Berufsfeuerwehr Hamburg an der Speicherstadt angesetzt. Die Führung sorgte allerdings für Enttäuschung. Man hatte sich mehr unter einem Feuerlöschboot vorgestellt, zumal der Preis, von stolzen 50 Euro unter Kollegen, auf Unverständnis stiess.

Es wird gut gespeisst ...Anschliessend war jeder selbst seines Glückes Schmied und mit zunehmend besserwerdendem Wetter wurde Hamburg in kleinen Gruppen entdeckt. Ein Highlight war mit Sicherheit das ebenfalls in der Speicherstadt gelegene Miniatur Wunderland Hamburg, eine grosse Modelleisenbahn im Massstab H0, die in ihrer Grösse, ihrer Detailgenauigkeit und ihrer Komplexität jeden beeindruckte. Weitere Ziele waren das Technikmuseum, Hamburg Dugons und das Zollmuseum. Nach individueller Rundfahrt, sowohl zu Lande wie zu Wasser, fanden sich alle wieder im Gröninger Braukeller zusammen um die Spezialitäten des Hauses zu geniessen. Später traf man sich dort noch mit einen ehemaligen Feuerwehr-Kameraden aus Neu-Isenburg.

Am Samstag dann endlich war es soweit, um 9 Uhr begann das Veteranentreffen auf der Festwiese in Dibbersen. Reichhaltig war die Auswahl an zum Teil sehr gut restaurierten Feuerwehr-Oldtimern. Durch ein abwechslungsreiches Programm, an dem sich auch die Feuerwehr Neu-Isendurg mit einer Löschvorführung des TLF 24/50 beteiligte, verging die Zeit wie im Fluge.

Unsere Damen holen den Pokal...Zur Freude der Teilnehmer belegte man sogar einen Platz bei der Preisverleihung. Die Feuerwehr Neu-Isenburg wurde mit einem Pokal für die weiteste Anreise von etwa 700 Km ausgezeichnet.

Zum Abendessen fuhr man dann in den Gasthof Gerlach nach Otter, um auch hier wieder mit letztendlich vollen Bäuchen der Tradition der vergangenen Jahre nachgekommen zu sein.

Schon war er da, der Tag der Heimreise. Nach dem Frühstück und dem Beladen der Fahrzeuge wurden diese noch einmal durchgecheckt und getankt. Kurz darauf war man auf der Autobahn. Auch diesmal spielte einem das Wetter nicht allzu grosse Streiche, leider jedoch eines der Fahrzeuge:

Übersicht über die Einsatzstelle...Der zum Teil schlechte Zustand der Fahrbahnen hatte wohl sein übriges dazu beigetragen, dass das Gasgestänge des TLF 24/50 durchvibrierte. Dadurch konnte kein Gas mehr gegeben werden und der Motor ging sogar aus. Etwa 100 Ja wo isser denn...?Kilometer nördlich der Heimat musste auf dem Seitenstreifen der A5 eine provisorische Reparatur durchgeführt werden. Da man im vorhinein annahm, dass das Fahrzeug, bei dem eine Panne am wahrscheinlichsten ist, das Rundhauber LF sei, befand sich die Werkzeugkiste auf diesem Fahrzeug. Der Fahrer des vorausfahrenden LFs bemerkte das Stehenbleiben der nachfolgenden Professionelle Reperatur!Fahrzeuge jedoch zu spät, womit nur eine geringe Auswahl an Werkzeug zur Verfügung stand. Mit einem Seitenschneider und zwei Zangen wurde ein Draht aus einem Maschendrahtzaun angepasst und ersetzte die im Gasgestänge gebrochene Stange. Einen Autohof weiter wurde die Konstruktion mit weiterem Draht perfektioniert und die Fahrt ging nun ungehindert weiter.

Gegen 19:30 Uhr waren alle Fahrzeuge ausgekehrt und abgedampft auf der Wache in Neu-Isenburg untergebracht. Vier schöne Tage waren nun wieder vergangen und so mancher spürte noch Tage später seine strapazierten Bauchmuskeln. Die Einladung für "Dibbersen 2004" wird uns schon Anfang nächsten Jahres erreichen, so hat man uns versprochen, bestimmt wird auch dann ein Fahrzeug alleine nicht ausreichen.

© Freiw. Feuerwehr Neu-Isenburg - Stand: 01.10.2003 - Impressum - Sitemap - ChangeLog