Übung am Jugendzentrum Gravenbruch
am 16.04.2002

Ein Bericht von Jochen Müller, Fotos von Sabine Müller.

Im Rahmen der regulären Ausbildung starteten die Abteilungen 1 und 4 eine Brandangriffsübung im Jugendzentrum Gravenbruch. Angenommen wurde ein Feuer im Bereich einer Disco, die sich im Keller des allseits beliebten Jugendtreffs im Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch befindet.

Mit 2 Nebelmaschinen wurde der Keller und der Treppenraum "verraucht", Angehörige der Jugendfeuerwehr befanden sich als "Opfer" in dem Raum und mußten von der Feuerwehr gerettet werden.

Die Kräfte der Feuerwehr, die mit einem Löschzug (KdoW, City-LF, DLK, HLF und GW-AS) wurden durch Angehörige der Ortsvereinigung Neu-Isenburg des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt. Diese waren mit einem RTW und einem KTW vor Ort.

Der Einsatzleiter wurde von einem Mitarbeiter des Hauses in Empfang genommen. Dieser hatte sich selbst eine Brandverletzung am linken Arm zugezogen und eine erhebliche Rauchgasvergiftung erlitten, konnte jedoch noch Angaben über die Zahl der vermißten Jugendlichen im Keller machen.

Durch den Angriffstrupp des wenig später eintreffenden City-LF wurde sofort über den Haupteingang ein C-Rohr zur Menschenrettung vorgenommen. Dabei war der Trupp selbstverständlich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet.
Der verletzte Mitarbeiter wurde bis zum Eintreffen der Helfer des DRK von einem Feuerwehrmann betreut.

Der Trupp der DLK rüstete sich ebenfalls sofort mit Atemschutz aus und unterstützte den ersten Trupp bei der Menschenrettung. Die erste Person konnte bereits nach wenigen Augenblicken gerettet und im Freien an die Helfer des DRK übergeben werden. Die Besatzung des HLF stellte zunächst einen Reserve- und Rettungstrupp. Gleichzeitig wurde die Wasserversorgung für das City-LF aufgebaut. Die Mannschaft des GW-AS übernahm die Atemschutzüberwachung.

Aufgrund der starken Verqualmung im Kellerbereich gestaltete sich die Suche der anderen vermißten Personen schwieriger. Durch den Einsatz eines Hochdrucklüfters konnten die Sichtverhältnisse jedoch wesentlich verbessert werden, so dass die anderen beiden Vermißten dann gefunden und gerettet werden konnten. Im Freien wurden auch sie in die Obhut des DRK übergeben und dort betreut und versorgt.

Um das noch freie Personal ebenfalls zu beschäftigen, wurde auf der Rückseite desGebäudes eine Steckleiter in Stellung gebracht. Gleichzeitig wurde mit der Drehleiter die Rettung einer verletzten Person vom Dach geübt. Dazu wurde die Krankentrage des RTW auf dem Korb montiert.

Nach Abschluß der Aufräumungsarbeiten fand eine kleine Übungsbesprechung statt. Anschließend bestand noch die Gelegenheit, sich die Räume des Jugendzentrums einmal im Hellen und "rauchfrei" anzusehen.

An dieser Stelle sei allen Beteiligten noch einmal ein Danke schön gesagt, insbesondere den Verantwortlichen des Jugendzentrums, die ganz spontan der Durchführung der Übung zugestimmt hatten.

© Freiw. Feuerwehr Neu-Isenburg - Stand: 01.09.2002 - Impressum - Sitemap - ChangeLog