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Bericht und Bilder von Christian Dexler
Am
14. Mai 2004 hatten wieder fünf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr
Neu-Isenburg die Möglichkeit das Brandhaus in Darmstadt zu besuchen.
Insgesamt konnten bereits 46 Personen unserer Feuerwehr diese Ausbildung
genießen, das entspricht über der Hälfte aller Atemschutzgeräteträger.
Und weitere Ausbildungstermine stehen an.
Die Ausbildungen werden von der Firma Hale organisiert, durchgeführt
und geleitet werden sie von Hauptbrandmeister Ingo Stöhr von der
Berufsfeuerwehr Ingolstadt. Dieser ist dort Mitglied des Fachbereiches
Ausbildung. Insgesamt nahmen an diesem Tag rund 20 Personen aus unterschiedlichen
Feuerwehren teil.
In erster Linie ging es um die Ausbildung von Strahlrohrführern
beim Innenangriff. Hierbei wurden auch einsatztaktische Gegebenheiten
beim Vorgehen unter Atemschutz vermittelt, weshalb man diese Ausbildungsveranstaltung
auch Feuerwehren ohne CAFS empfehlen kann.
Zu
Beginn wurden einsatztaktische Grundlagen erklärt und Fragen von
Kursteilnehmern beantwortet. Dabei stand die Analyse von bereits gesammelter
Einsatzerfahrung im Vordergrund. Danach begannen die einzelnen praktischen
Übungen.
Durch
einen Stapel brennender Paletten wurde ein Großfeuer simuliert.
Ein D-Mehrzweckstrahlrohr wurde so präpariert, dass der entstehende
Vollstrahl im Verhältnis zum Palettenstapel einem DLK Wenderohr bei
einem Großbrand entspricht. Es war die Aufgabe als Trupp den „Großbrand“
zu löschen. Nach einer praktischen Vorführung mit allerlei Tipps,
konnte jeder einzelne daran üben.
Während
die letzten Teilnehmer noch zum wiederholten Male am Großbrand arbeiteten,
begann bereits der nächste Ausbildungsabschnitt. Es wurde vermittelt,
wie ein C-Hohlstrahlrohr für einen Innenangriff richtig eingestellt
wird, wie man es verändert um einen Flash-Over zu „blocken“
und wie man mit dem Hebelventil des Strahlrohres richtig „taktet“.
Nach
all diesen Vorübungen ging es jetzt zum wirklich „heißen“
Teil des Ausbildungstages. In Trupps von je 4 bis 6 Atemschutzgeräteträgern
wurde der Innenangriff im Brandhaus geübt. Hierfür wurden zwei
Brandstellen schon im Vornhinein einige Zeit eingeheizt. Ein Feuer im
ersten Obergeschoss, sowie eines im Erdgeschoss galt es zu löschen.
Nacheinander wurden diese unter Beachtung aller einsatztaktischen Richtlinien
„bekämpft“. Im Verlaufe jedes Durchganges gab es trotz
Pressluftatmer immer wieder kurze Analysen der Situation. So lernte man
sich auf verschiedene Situationen vorzubereiten. Hierbei wurde, unter
vielem Anderen, auch beispielsweise auf die Thermik in einem brennenden
Haus eingegangen.
Außerdem lernten wir, dass es besser ist seine Nomexhaube „richtig“
anzulegen und vor allem die Helmvisiere und Helmlampen vor dem Eintritt
in das Brandhaus abzunehmen.
Dieser
Tag hat sich auf alle Fälle gelohnt. Das war die übereinstimmende
Meinung aller Teilnehmer. Für einen Atemschutzgeräteträger
neben der theoretischen und praktischen Ausbildung am Standort eine optimale
Vorbereitung auf den Einsatzdienst. Ausschlaggebend für den großen
Lernerfolg war neben dem realen Erleben eines Zimmerbrandes aber sicherlich
auch das sehr gute Vermitteln von einsatzrelevanten Informationen durch
den Übungsleiter geprägt von dessen ausdrucksstarken bayrischen
Art.
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