Eigenbau eines Rauchhauses

Bericht und Fotos Michael Hörr

Eine der Aufgaben in der Brandschutzerziehung ist es den Kindern das richtige Verhalten bei Bränden beizubringen. Da die Hauptgefahr bei einem Feuer im Brandrauch liegt, ist es Sinnvoll den Kindern die Gefahren anschaulich zu erklären.

Ein Weg ist es den Kindern unter zu Hilfenahme eines sogenannten Rauchhauses das richtige Verhalten zu erklären. Es können so verschieden Brandsituationen anschaulicher dargestellt werden. Mit den Kindern werden dann die Entsprechenden Verhaltensregeln durchgesprochen. Dazu gehören: Nicht verstecken, Kinder löschen keine Feuer, nicht durch den Rauch laufen, Türen zum Brandraum schließen, Erwachsenen bescheid geben, Notruf absetzen, wer den Raum nicht verlassen kann macht sich am Fenster bemerkbar, wer das Gebäude verlassen hat bleibt draußen. Ein wichtiger Punkt, auch für Erwachsene, ist das anbringen eines Rauchmelders.

Die Vorteile unseres Rauchhauses liegen unter anderem in dem Fahrgestell das nicht nur für die richtige Höhe sorgt, sondern auch noch als Werbefläche und Transportbox dient. Es wurde beim Bau wert darauf gelegt einen ersten Stock darzustellen um bei einem verrauchten Flur die Antwort „Ich springe aus dem Fenster“ ausschließen zu können. Um das lästige öffnen des Daches zu sparen wurden auf der Rückseite Klappen zum einschieben des Rauchgenerators montiert. Damit man den Rauchmelder gezielt auszulösen kann wurde in der Decke nur ein Dummy eingesetzt und über einen extra Schalter dieser dann akustisch angezeigt. Dadurch ist das Piepsen auch laut genug und nicht zu leise wie bei dem original Rauchmelder der ja in dem Raum montiert ist und dadurch gedämpft wird. Das wichtigste Element sind aber die im Boden eingefrästen Schlitze. Dadurch ist es möglich die Figuren zu bewegen. Bei anderen Rauchhäusern bleiben die Figuren sitzen oder werden durch geöffnete Fenster entnommen. Hier ist es möglich die Figuren (extra große Puppen keine Playmobilfiguren) in das Treppenhaus zu schieben und hinter ihnen die Tür zu schließen.

Das Haus wurde in Eigenleistung durch Mitglieder der Freiw. Feuerwehr Neu-Isenburg gebaut. Die Lackierung wurde zum Teil von einer Isenburger Auto Lackiererei übernommen. Die Kosten teilen sich der Verein der Freiw. Feuerwehr Neu-Isenburg und die Stadt Neu-Isenburg. Die Materialkosten betragen ca. 300 €. Es kamen ca. 40 Arbeitsstunden zusammen. Das Einsatzgebiet sind die Neu-Isenburger Schulen. Hier ist geplant die zweiten Klassen flächendeckend zu unterrichten.

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