Rauchmelder sollen Pflicht werden

In Hessen sollen neue Wohnhäuser künftig grundsätzlich mit Rauchwarnmelder ausgestattet werden. Eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung soll in die Hessische Bauordnung aufgenommen werden.

Dies zumindest kündigten Innenminister Volker Bouffier und Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel im Hessischen Landtag an. "Rauchmelder retten Leben. Kommt es zu einem Brand in der Wohnung, dann warnen die preiswerten Geräte rechtzeitig vor den tödlichen Rauchgasen, so dass sich die Bewohner schnell in Sicherheit bringen können", erklärten Innenminister Bouffier und Wirtschaftsminister Dr. Rhiel.

Rund 550 Menschen bundesweit, erinnerte Innenminister Bouffier, sterben jährlich überwiegend bei Wohnungsbränden. Die meisten davon werden Opfer von so genannten Rauchgasvergiftungen. Besonders nachts sei Rauch äußerst heimtückisch. Das im Rauch enthaltene Kohlenmonoxid mache die Schlafenden ohnmächtig. Weitere Giftstoffe unterstützen es in seiner tödlichen Wirkung.

"Oft führen die Rauchgase innerhalb weniger Minuten zum Tod", warnte der für den Brandschutz in Hessen zuständige Innenminister. Gegen Rauch und Feuer gibt es jedoch ein wirksames Frühwarnsystem: "Rauchmelder sind Lebensretter" lautet die Botschaft, so Bouffier. "Die Kosten für einen auchwarnmelder liegen in der Regel bei rund 10 Euro. Das ist eine sinnvolle Investition in die persönliche Sicherheit", sagte Dr. Rhiel.

Dr. Riehl erklärte, er werde das Thema "Rauchmelder" erneut auf die Tagesordnung der Ende Mai stattfindenden nächsten Bauministerkonferenz setzen. Ziel sei eine bundeseinheitliche Regelung mit einer gesetzlichen Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungsneubauten. "Gelingt diese bundeseinheitliche Regelung nicht, wird Hessen eine eigene gesetzliche Regelung umsetzen", kündigte der Wirtschaftsminister an.

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