Kreisweite Katastrophenschutzübung
in Hainburg

Bericht Thomas Schulze, Fotos Jochen Müller und Thomas Schulze

Vorgefundene Lage: verunfallter, brennender LKWAm 23.10. 2004 fand in Hainburg im Kreis Offenbach eine kreisweite Katastrophenschutzübung statt. An der Übung beteiligten sich die Freiwilligen Feuerwehren aus Klein-Krotzenburg, Ober-Roden und Neu-Isenburg mit ihren Gefahrgutzügen, sowie der Gefahrstoffmeßzug des Kreises Offenbach mit den Feuerwehren aus Heusenstamm, Neu-Isenburg, Ober-Roden und Offenbach-Bieber.

Erste Einsatzkräft nehmen die Arbeit auf...Die angenommene Lage umfasste einen im Ortsteil Klein-Krotzenburg verunglückten Kleinlaster, der in Folge des Unfalls Feuer fing. Dadurch trat die Ladung, bestehend aus zwei Gefahrstoffen, aus und verbrannte bzw. lief in die Kanalisation. Wegen eines Defektes der Pumpanlagen waren die Gefahrstoffe in den angrenzenden Main geflossen, wodurch ein Fischsterben einsetzte. Eine durch das Feuer entstandene Schadstoffwolke bewegte sich über den Stadtteil Klein-Krotzenburg Richtung Hainstadt.

...nachrückende KräfteDie Aufgabe des Gefahrgutzuges der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg war es, die bereits im Einsatz befindlichen Kräfte der beiden anderen Gefahrgutzüge bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Sie sollten das weitere Auslaufen des Gefahrgutes stoppen und die Reste der Ladung umpumpen und zu sichern. Zuvor hatten die Kräfte der Feuerwehr Klein-Krotzenburg den verletzten LKW-Fahrer gerettet und das Feuer gelöscht. Die IuK-Gruppe des Kreises Offenbach dokumentierte den Einsatz und erstellte ein entsprechendes Bild der Lage für die Einsatzleitung.

FFNI im Einatz: Sicherung der noch verbelibenden GefahrstoffeDie Einsatzleitung vor Ort koordinierte die Bergung des Gefahrgutes und unternahm mit Hilfe des Gefahrstoffmeßzuges Proben von Luft und Wasser. Dabei entstanden mit Hilfe der Fachberater Chemie und der GABC-Messzentrale entsprechende Ausbreitungssimulationen. Insgesamt drei Trupps unter CSA brachte die FFNI zum EinsatzDer Gefahrenabwehrstab des Kreises Offenbach, der sich zwischenzeitlich in der Katastrophenschutzzentrale des Kreises Offenbach in Dietzenbach installiert hatte, musste auf Grund dieser Lage die Warnung der Bevölkerung und weiterer Anreiner des Mains durchführen, sowie die teilweise Evakuierung des Stadteils koordinieren und entsprechende weitere Kräfte und Ressourcen bereitstellen.

Nach der Dekontamination werden die Trupps  entkleidetInsgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte beteiligt. Zum Abschluß gab es ein gemeinsames Mittagessen in der Feuerwache Klein-Krotzenburg. Den Kräften aus Neu-Isenburg hat die Übung sehr gut gefallen. Die bei der letzten Übung dieser Art erkannten Probleme wurden zum größten Teil behoben, die Intensivierung der Ausbildung im Bereich Chemieschutz hat sich ausgezahlt.

© Freiw. Feuerwehr Neu-Isenburg - Stand: 03.11.2004 - Impressum - Sitemap - ChangeLog