Unwetter über Neu-Isenburg

Bericht Andreas Kronhart, Thomas Schulze

Nach dem Durchzug eines schweren Unwetters am Freitag Abend gegen 20:00 Uhr mussten die beiden Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Neu-Isenburg unterstützt von Kollegen aus dem gesamten Landkreis in Neu-Isenburg und im Stadtteil Zeppelinheim zu rund 230 Einsätzen ausrücken.

Neben Fehlauslösungen mehrerer automatischer Brandmeldeanlagen die es zu kontrollieren galt, wurden überwiegend vollgelaufene Keller von eingedrungenem Wasser befreit. Im Stadtgebiet Neu-Isenburg wurden 135 Keller leer gepumpt. Am stärksten betroffen waren hierbei die Bereiche Bahnhof-, Brunnen-, Dreieich- und Rheinstraße. Hier sind Keller ganzer Straßenzüge vollgelaufen. In Zeppelinheim waren es alleine 95 Einsatzstellen, verteilt auf den gesamten Stadtteil. Die Wassermenge in den Kellern reichte von wenigen Zentimetern bis hin zu 1,5 Metern. In den meisten Fällen drückte sich das Wasser über Abflüsse in die Keller, aber auch undichte Kellerfenster ebneten den Wassermassen den Weg.

Im Einsatz waren mehr als 150 Einsatzkräfte mit 42 Einsatzfahrzeugen. Neben den Helfern der Feuerwehren aus Egelsbach, Froschhausen, Hainstadt, Klein-Krotzenburg, Klein-Welzheim, Langen, Mühlheim, Mühlheim Lämmerspiel, Seligenstadt und Sprendlingen sind auch Kollegen des Technischen Hilfswerks Neu-Isenburg, des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Lebens Rettungs Gesellschaft (DLRG) zur Hilfe gekommen.

In den beiden Feuerwachen in Neu-Isenburg und Zeppelinheim konnten die Einsatzkräfte zwischenzeitlich Verpflegung und Getränke zu sich nehmen, die das Deutsch Rote Kreuz organisiert und bereitgestellt hatte.

Gegen 0:45 Uhr kam es dann auch noch zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A3 zwischen dem Offenbach Kreuz und der Anschlußstelle Obertshausen. Ein mit sechs Personen besetzter Kleinwagen war ins Schleudern geraten und gegen die Leitplanke gerast. Da fast alle Kräfte im Stadtgebiet Neu-Isenburg gebunden waren, rückten aus der Feuerwache Neu-Isenburg ein Fahrzeug der Feuerwehr Langen und ein Fahrzeug der feuerwehr Neu-Isenburg aus. Einsatzkräfte aus Hainstadt, die sich auf der Rückfahrt von Neu-Isenburg befanden, waren kurze Zeit später als erstes an der Einsatzstelle und übernahmen die Erstversorgung der drei Schwer- und zwei Leichtverletzten sowie die Absicherung der Unfallstelle; sie wurden dann von den anrückenden Kräften aus Langen und Neu-Isenburg unterstützt. Dieser Einsatz war für die Feuerwehren gegen 2:00 Uhr beendet.

Die Unwettereinsätze dauerten bis tief in die Nacht. Erst gegen 3:00 Uhr konnte die letzte Einsatzstelle in der Nacht verlassen werden. Nach einer kurzen Verschnaufpause wurden ab 6:00 Uhr weitere Einsatzstellen angefahren, die erst im laufe des Morgens hinzugekommen waren. Bis gegen 17:00 Uhr am Samstag war auch der vorerst letzte Keller leergepumpt.

An dieser Stelle möchten wir uns schon mal vorab recht herzlichst bei allen auswärtigen Einsatzkräften für ihre tatkräftige Unterstützung bedanken.

© Freiw. Feuerwehr Neu-Isenburg - Stand: 24.07.2004 - Impressum - Sitemap - ChangeLog