Nach Unwetter 250 Einsätze in Neu-Isenburg

Bericht von Andreas Kronhart, Foto vom ZDF

Teilnehmer des 8. Dreieicher FeuerwehrlaufsNach dem Durchzug eines schweren Gewitters mit Starkregen am Donnerstag morgen gegen 7 Uhr, mussten mehrere Feuerwehren aus dem Landkreis Offenbach und Darmstadt-Dieburg sowie Helfer des Technischen Hilfswerks aus Neu-Isenburg, Seligenstadt und Erlensee die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg an insgesamt 250 Einsatzstellen unterstützen. Die allermeisten Menschen haben die Feuerwehr gerufen, weil ihre Keller bis zu 1,50 Meter hoch unter Wasser standen.

Je nach Intensität des Einsatzes wurden die vollgelaufenen Objekte mit Wassersaugern, Tauchpumpen oder Wasserschiebern vom Wasser befreit. Ein sehr arbeits- und zeitintensiver Einsatz fand im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Bahnhofstraße statt. Hier standen Kellerräume ca. 1,50 Meter hoch unter Wasser.

Gegen 14:45 Uhr am Nachmittag löste die automatische Brandmeldeanlage eines Hotels in der Frankfurter Straße Alarm aus. In einem Technikraum war, vermutlich aufgrund eines Kurzschlusses, ein Feuer ausgebrochen, das allerdings schnell gelöscht werden konnte. Ein weiterer Brand im Keller eines Wohnhauses in der Rheinstraße am Vormittag gegen 9:30 Uhr konnte ebenfalls schnell gelöscht werden. Darüber hinaus legte ein Blitzschlag die Funk-Kommunikationseinrichtungen der Feuerwehr Neu-Isenburg lahm, so dass über lange Zeit nur ein Notbetrieb der Anlage möglich war. Zwei weitere automatische Brandmeldeanlagen im Stadtgebiet lösten, vermutlich ebenfalls in Folge eines Blitzeinschlages, falschen Alarm aus. Vielerorts im Stadtgebiet kam während des Unwetters am Morgen der Verkehr kurzzeitig zum Erliegen, da die Fahrzeuge im kniehohen Wasser nur sehr schwer voran kamen.

Durch den zwar schwächer werdenden, aber dennoch fortwährenden Regen, liefen die großen Sickerbecken am Isenburger Bahnhof und im Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch, die Millionen Liter Wasser aufnehmen können, so voll, dass das aus den Kellern gepumpte Wasser durch den Regenwasserkanal wieder zurück in die Keller lief. Das Technische Hilfswerk begann daraufhin, unterstützt von einigen Feuerwehreinheiten, Wasser aus den Sickerbecken in den Wald zu pumpen, damit sich die Lage etwas entspannen konnte.

Insgesamt waren knapp 180 Feuerwehrleute und 40 Helfer des THW im Einsatz. Dazu kamen noch 6 Helfer des DRK OV Neu-Isenburg und der DRK Logistikgruppe des Kreises Offenbach die für die Verpflegung der Einsatzkräft sorgten. Unterstützt wurden die Helfer der Freiw. Feuerwehr Neu-Isenburg von den Kollegen der Stadtteilfeuerwehr Zeppelinheim und Feuerwehren aus Hanau, Heusenstamm, Mainhausen, Mühlheim, Münster, Offenbach und dem Rodgau. Hinzu kommen noch die Helfer des Technischen Hilfswerks aus Erlensee, Seligenstadt und Neu-Isenburg.

Der letzte Einsatz konnte am Donnerstag Abend um 23:00 Uhr abgeschlossen werden. Menschen kamen bei dem Unwetter nicht zu Schaden.

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