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Jahresbericht der Stadtbrandinspektion 2005 |
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Bericht Stefan Werner und Thomas Peters In diesem Jahr sind die Wahlen der Führungskräfte ein großes Thema, deshalb soll der diesjährige Bericht zum einem ein Rückblick über fünf Jahre Tätigkeit als Stadtbrandsinspektor sein, aber auch noch einmal Aufgaben erläutern. Die Wehrführungen und Stadtbrandinspektoren sind ehrenamtliche Kräfte, die für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt werden. Die Amtszeit der noch gewählten Führungskräfte endet mit Ablauf des 31. März 2006. Die jeweiligen neuen Amtszeiten beginnen am 01.04.2006. In den einzelnen Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehr von Neu-Isenburg und von Zeppelinheim wurden in den letzten Wochen bereits neue Wehrführungen gewählt. Ich darf dies zum Anlass nehmen Herrn Joachim Naundorf als neuen Wehrführer und Dieter Blattmann als Stellvertretenden Wehrführer vorzustellen. Ich möchte dies aber auch zum Anlass nehmen, um zum einen über das etwas „abstrakte“ Amt des Stadtbrandinspektors zu informieren und auch über den eigentlichen Jahresbericht hinaus einen Einblick in die Aufgaben dieses Amtes und einige Punkte aus der vergangenen Amtszeit zu geben. Mit der Wahl der Wehrführungen wurden die direkten Bezugspersonen
und Führungspersonen der jeweiligen Stadtteilfeuerwehren gewählt,
die an den jeweiligen Standorten für die innere Organisation, die
Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und Gerade auch im Bezug auf die Pflege der Kontakte zu den politischen Gremien haben wir in den letzten fünf Jahren sehr viel unternommen. In verschiedenen Informationsgesprächen mit dem Brandschutzdezernenten, Herrn Quilling, aber auch mit Vertreterinnen und Vertretern aller Fraktionen haben wir deutlich machen können, wie wichtig eine moderne und zukunftsorientierte Ausstattung der Feuerwehr ist. Als Beispiel sei hier die Vorstellung der Arbeit der Feuerwehr bei den Fraktionen, aber auch ein Gespräch während des Tages der offenen Tür mit den Vertretern der Fraktionen und dem Bürgermeister über die Tätigkeiten der Feuerwehren genannt. Gerade auch unter dem Aspekt, dass in den nächsten Jahren auf Grund
der demographischen Entwicklung und nicht zuletzt der anhaltend negativen
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gerade tagsüber eher mit weniger
als mehr zur Verfügung stehenden Dies zusammen führte letztendlich auch zu den Überlegungen zur Einführung eines Wechselladerkonzeptes für die Feuerwehren der Stadt Neu-Isenburg, mit dem auf der einen Seite Lagerbestände mobil gemacht werden, auf der anderen Seite, Gerät das nicht so häufig zum Einsatz kommt, kostengünstig auf Wechselbehältern verlastet werden kann. Aber auch Gerät das nicht so häufig gebraucht wird in Abstimmung mit dem Kreis und den Kreisfeuerwehren zu beschaffen und zentral vorzuhalten. Ein Konzept, welches auch von der Politik begrüßt wurde. Ein wenig stolz sind wir im übrigen auch darüber, dass unser Konzept als Grundlage für das Kreiskonzept übernommen wurde. Die kontinuierliche Modernisierung des Fahrzeugparks konnte entsprechend des 2001 erstellten internen Investitionsplanes dank der Unterstützung der städtischen Gremien zügig umgesetzt werden. So wurde ein neues TLF 24/50 mit Pulver-Löschanlage als Ersatz für das bisherige TLF 24/50 beschafft, die Leiterbühne wurde durch einen Teleskopmast ersetzt, der zur zeit gerade „ein update“ erhält und mit überarbeiteter Steuerung leistungsfähiger wird. Außerdem wurde ein Gerätewagen (Vorführfahrzeug) als Ersatz für einen bestehenden Gerätewagen beschafft. Der alte Gerätewagen konnte in Eigenleistung mit Unterstützung des Vereines Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg zu einem Fahrzeug der Brandschutzerziehung umgebaut werden. Als Neufahrzeug wurde der ELW 1 beschafft - und wie soll es anders sein, auch hier traten nach der Abnahme in der Probephase Mängel auf, die noch behoben werden müssen. Das Rechtsamt der Stadt hat nun die weiteren Verhandlungen mit dem Aufbauer aufgenommen. Am vergangenen Freitag hat der Aufbauer noch fmdl. zugesagt, sich um eine friedliche Lösung kümmern zu wollen. Der Ölsanimat für den Kreis Offenbach wurde durch das Land
Hessen beschafft und in Neu-Isenburg stationiert. Für die Freiwillige
Feuerwehr Zeppelinheim konnte gegenüber Endlich voran schreitet auch die Sanierung der beiden Feuerwachen. In Zeppelinheim wird in diesem Jahr mit einer Grundsanierung begonnen, die Malerarbeiten im Saal, der Zentrale und dem Flur sind erledigt. Die Fahrzeughalle wird zur Zeit neu gestrichen. Weiter wird es mit der Erneuerung der Fenster der Zentrale und des Saales gehen und im nächsten Jahr mit dem Einbau neuer elektrischer Segment-Hallentore und der Erneuerung der Eingangstür auf der Mieterseite abgeschlossen sein. In Neu-Isenburg wird mit dem zweiten Abschnitt der Dachsanierung begonnen. Zudem werden die Planungen für die Erweiterung der Stützpunktfeuerwache in eine nächste konkretere Phase treten. Gemeinsam mit den Wehrführung ist es gelungen, das Ausbildungsangebot für beide Feuerwehren zu erweitern. Hier gilt besonderer Dank allen Ausbilderinnen und Ausbildern und den Abteilungsleitern und natürlich auch den bisherigen Wehrführungen. Die Belegung von Plätzen an der Hessischen Landesfeuerwehrschule konnte in den letzten fünf Jahren deutlich gesteigert werden. Besonders erfreulich ist hierbei auch, dass inzwischen vermehrt auch Lehrgangsplätze von den Kameradinnen und Kameraden aus Zeppelinheim angenommen wurden, so auch bei dem im letzten Jahr erstmals auf Standortebene durchgeführten Lehrgang ATr II (CSA), der von 16 Feuerwehrangehörigen aus Neu-Isenburg und Zeppelinheim besucht wurde. Aber auch Grundlehrgänge und weiterführende Lehrgänge auf Kreisebene wurden von Zeppelinheimer Kollegen belegt. Vorbildlich, nicht zuletzt dank des Engagements der Ausbilder – und hier möchte ich Thorsten Buhl und Alexander Staskiewicz erwähnen, ist die Grundausbildung der Nachwuchskräfte der Einsatzabteilung. Seitdem auf Anregung der Stadtbrandinspektion auch bereits die 16-jährigen Jugendfeuerwehrmitglieder an dieser Grundausbildung teilnehmen und somit immer eine ausreichend große Gruppe existiert und die Ausbildung zu dem als verbindliches Programm erklärt wurde, hat sich diese ständig weiterentwickelt. So weit mir bekannt ist, findet die Grundausbildung in dieser Konsequenz und Qualität bisher nur in Neu-Isenburg statt. Hierfür nochmals Dank an die zuständigen Ausbilder. Natürlich ist nicht alles nur gut gelaufen. Von einigem hätten wir uns mehr erhofft, das eine oder andere konnte nicht oder nicht wie gewünscht umgesetzt werden – und auch wir –Thomas und ich - als neu zusammengesetztes Team hatten einiges zu lernen. Das eine oder andere Konzept wurde auf Standortebene nicht ganz so um- oder durchgesetzt, wie wir es uns erhofft hatten. Aber es wurden Grundlagen geschaffen und Anstöße gegeben, die durchaus positiv zu werten sind. Ich möchte hier als Beispiel das „Maschinistenkonzept“ aufgreifen. Hier wurde in der JHV der Stützpunktfeuerwehr kritisiert, dass es nicht konsequent in voller Breite durchgezogen wurde. Dies ist uns auch klar, wir hätten es vielleicht auch konsequenter durchsetzen müssen, aber das eigentliche Ziel, nämlich dass die Maschinisten sich mehr als zuvor mit den Fahrzeugen beschäftigen, sie mehr bewegen und mehr daran üben – auch außerhalb der regulären Ausbildung – wurde erreicht. Von den Maschinisten selbst wurde dies auch eher positiv aufgenommen. Auch die wieder aufgenommene Ganztagsausbildung der Maschinisten wurde ebenfalls positiv aufgenommen und wie dem Dienstplan zu entnehmen auch in 2006 weitergeführt. Auch hier besonderer Dank an die Arbeitsgruppe der Maschinistenausbilder, die hier auch sehr viele Stunden geleistet haben. Nicht unerwähnt soll aber auch die Wechselladerausbildung bleiben, die einige Stunden verschlungen hat. Auch hier sei Dank gesagt, nicht nur Christian Dexler, der wieder seine bekannte Bedienungsanleitung umsetzte, sondern auch allen Maschinisten, die viele Stunden opferten. Nachdem es immer öfter zu Beinaheunfällen besonders bei der Ausfahrt der Fahrzeuge an der Kreuzung Sankt-Florian-Str., Friedhofstr. gekommen ist, haben wir versucht eine Möglichkeit der Warnung des fließenden Verkehrs zu finden. Bisher wird dies durch einen gelben Blinker sowie zweier Warnschildern übernommen. Wie mir Herr Hunkel mitteilte sind in diesem Jahr 23.000 Euro reserviert um an den Auslegern der Ampeln LED Warnschilder anzubringen, die im Einsatzfall blinken und auf die ausfahrende Feuerwehr hinweisen. Zum Abschluss nun noch ein paar Zahlen. Im Jahr 2005 konnten wir zum 31.12.2005 in Zeppelinheim mit 19 Männern und 2 Frauen 21 Mitglieder zählen, in Neu-Isenburg waren es mit 89 Männer und 9 Frauen 98 Mitglieder. In den Jugendfeuerwehren waren zum 31.12.2005 in Zeppelinheim 5 Jungs und 2 Mädchen und in Neu-Isenburg 22 Jungs und 3 Mädchen aktiv, so dass wir hier 32 Mitglieder zählen können. Bei Brandhelferausbildungen wurden 120 Brandschutzhelfer ausgebildet. In der Brandschutzerziehung wurden 225 Kinder in Kindergärten und 467 Kinder in der Feuerwache geschult. Insgesamt wurden 193 Stunden geleistet. Und nun noch ein paar Worte zu den Einsätzen der beiden Feuerwehren. In Zeppelinheim hat Helmut Gaub und in Neu-Isenburg Ralph Schrod bereits ausführlich über die jeweiligen Einsätze berichtet. Deshalb hier nur noch mal kurz die Gesamtdaten: In Neu-Isenburg wurden 424 (520) und in Zeppelinheim 39 (124) Einsätze abgewickelt. Das ergibt eine Gesamteinsatzzahl von 463 (644) für beide Stadtteile. Ich habe nun wie in den vergangenen Jahren auch wieder mal die großen Einsätze vorstellen wollen an denen beide Feuerwehren mitgewirkt haben. Nun war dies für das vergangene Jahr nicht so einfach, es gab zwar 23 gemeinsame Einsätze aber keine großen Ereignisse. Da waren:
Zum Abschluss meines Berichtes noch ein Ausblick auf dieses Jahr. Die Ersatzbeschaffung des TLF Zeppelinheim habe ich bereits erwähnt. Abrollbehälter Atem- Strahlenschutz: Der jetzige Gerätewagen Atem-Strahlenschutz geht zum Ende des Jahres zum Kreis zurück. Als Ersatz soll ein Abrollbehälter beschafft werden. Die ersten Gespräche mit den Abteilungsleitern und der Wehrführung haben stattgefunden. Bis zum Herbst 2006 kann mit dem Behälter gerechnet werden. Abrollbehälter Sonderlöschmittel: Aus dem Bestand der Feuerwehr Mühlheim wurde ein Abrollrahmen mit Plattform zur Verfügung gestellt. Hier soll in Eigenleistung ein Behälter mit Sonderlöschmitteln gebaut werden. Als Beladung sollen Pulveranlagen, sowie eine Kohlensäurelöschanlage, die von der Firma Agfa zur Verfügung gestellt wird montiert werden. Zum Schluss meines diesjährigen Berichtes gilt es Dank zu sagen, Ich danke meinem Stellvertreter Thomas Peters für die gute und konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre und hoffe, dass wir diese im Sinne der beiden Freiwilligen Feuerwehren fortsetzen könnten. Ich danke den Vertretern der Stadt Neu-Isenburg, an erster Stelle Herrn Bürgermeister Quilling, der für uns immer ein offenes Ohr hatte. Die Zusammenarbeit mit allen Vertretern der Stadt – gleich ob aus Verwaltung oder Politik – war stets offen und vertrauensvoll. Und wir denken, dies wird auch in Zukunft so sein. Mein Dank gilt aber auch den Mitarbeitern des Fachbereiches 37 für die Unterstützung, Thomas Schulze für die Pflege und beste Führung der Internetseite, den Wehrführungskollegen in Zeppelinheim und Neu-Isenburg, den Abteilungsleitern der Neu-Isenburger Fachgruppen, und nicht zuletzt meiner Frau, die oft auf mich verzichten muss, und aber auch den vielen fleißigen Helfern ohne die eine funktionierende Feuerwehr nicht existieren könnte. |
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